Kontakt

Postanschrift

  • Stadtarchiv Auma-Weidatal
  • Marktberg 9
  • 07955 Auma-Weidatal

Dienstanschrift

  • Stadtarchiv Auma-Weidatal, Altes Rathaus
  • Markt 1
  • 07955 Auma-Weidatal

Öffnungszeiten

Dienstag 9.00-18.00 Uhr
Donnerstag 9.00 - 18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Elektronische Kommunikation


Archivleiter/in

Ulrike Meister


  • 280 lfm

    Bestand

  • 1490 - 2009

    Laufzeit


Archivgeschichte

Vom Stadtschreiber Sonntag und den Anfängen eines Archivs der Stadt Auma…

Ein erster Schritt in Richtung einer „professionellen“ Erhaltung und Aufbewahrung der wichtigsten Dokumente zur Geschichte der Stadt Auma wird mit dem Jahr 1718 in den städtischen Archivalien nachweislich greifbar. Wenngleich die älteste Archivalie des Stadtarchivs bereits aus dem Jahr 1490 stammt und mit dem beginnenden 16. Jahrhundert dann eine dichtere historische Dokumentation eintritt, ist der Auftakt der realen Archivgeschichte mit der Anstellung eines Stadtschreibers auf das bereits genannte Jahr 1718 zu datieren. In den Aufzeichnungen des ersten Stadtschreibers Aumas, mit Namen Adam Christoph Sonntag, wird erstmals im Rahmen einer Inventarliste aus dem Jahre 1737 der Begriff „Archiv“ erwähnt.

….über den Stadtbrand des Jahres 1790 und …

Der konkrete Standort des Archivs der Stadt Auma ist seit 1790, dem Jahr, in welchem eine große Brandkatastrophe die Stadt heimsuchte, im damaligen Rathaus, dem heutigen „Alten Rathaus“, zu lokalisieren. Dort wurden nun sowohl vor, als auch nach dem Stadtbrand die Akten in einem Kellerraum ‚gelagert’ und zwar in einer „grosen Lade mit Schloß und Bändern worinnen“ in einem „Küpffern Kästgen“ die „Raths Documente“ aufbewahrt wurden. Darüber hinaus befanden sich im Archiv des Jahres 1737 laut Inventar noch „zwey Repositorio und Acten“, sowie „der Zimmerleuthe Handwerks Lade samt Articuls Brieffen“.
Doch bei der geglaubten sicheren Unterbringung der Stadtüberlieferungen im Rathauskeller hatte man damals nicht bedacht, dass das Kupfer der Aufbewahrungstruhe bei einem möglichen Stadtbrand schmelzen würde und damit alle enthaltenen Schriftstücke vernichtet werden könnten, wie es sich schließlich im Jahr 1790 ereignete.

… die Errichtung eines sächsischen Justizamtes 1850 in Auma …

Somit gingen in Folge des ‚großen Feuers’ in der Stadt Auma im ausgehenden 18. Jahrhunderts die Dokumente, die vermutlich insbesondere über die ersten Jahre Aumas als Stadt, sowie die weitere Entwicklung der städtischen Strukturen berichten könnten, unwiederbringlich verloren.
Ein weiterer, tiefer Einschnitt in der Geschichte des Stadtarchivs Auma erfolgte mit der Errichtung eines sächsischen Justizamtes in den Räumlichkeiten des Rathauses. Diese Vereinbarung mit der Landesdirektion zu Weimar hatte zur Konsequenz, dass fortan die Akten ausgelagert und künftig anderweitig untergebracht werden mussten. In kellerähnlichen Räumen fristeten die Schriftstücke aus vergangenen Zeiten nun, verschiedensten Temperaturschwankungen ausgesetzt, ein eher dürftiges Dasein.

… bis hin zum Bau des Neuen Rathauses 1908…

Erst mit dem Bau des Neuen Rathauses der Stadt Auma und dessen Einweihung 1908 standen nun wieder reguläre Räumlichkeiten für die Archivdokumente zur Verfügung. Im Jahr 1972 erfolgte schließlich auf Anordnung des „Rates des Bezirkes Gera – Abteilung Inneres“ eine Trennung von Stadtarchiv und Endarchiv, welche auch auf räumlicher Ebene stattfand, indem die Altakten im sogenannten „Alten Rathaus“ (Markt 1) untergebracht wurden und die Stadtakten im „Neuen Rathaus“ (Marktberg 9) gelagert wurden.
Somit dien(t)en die Räume des „Alten Rathauses“, heute sogar die historischen Gefängniszellen des ehemaligen Amtsgerichtes der Stadt, als Magazin des Aumaer Endarchivs, während das Zwischenarchiv sowie die Registratur der Verwaltungsgemeinschaft Auma-Weidatal, deren Verwaltungsmittelpunkt die Stadt Auma bildet, noch immer im „Neuen Rathaus“ zu finden sind.