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Postanschrift

  • Landratsamt Hildburghausen, Kreisarchiv
  • Wiesenstraße 18
  • 98646 Hildburghausen

Dienstanschrift

  • Landratsamt Hildburghausen, Kreisarchiv
  • Wiesenstraße 18
  • 98646 Hildburghausen

Öffnungszeiten

Mo 8.00-12.00,
Di 8.00-12.00 und 13.30-16.30,
Do 8.00-12.00 und 13.30-18.00,
Fr 8.00-11.30

Archivleiter/in

Heidi Moczarski


  • 2.500,0 lfm

    Bestand

  • 1326-2009

    Laufzeit


Archivgeschichte

Auf Grundlage der Anordnung zur Errichtung von Stadt- und Kreisarchiven vom 26. Februar 1951 wurde 1952 beim damaligen Rat des Kreises Hildburghausen das Kreisarchiv gebildet. Erstmals setzte sich eine feste Zuständigkeitsregelung für das Archivgut der Gemeinden durch. Danach war das Kreisarchiv zuständiges Endarchiv für sämtliche Gemeinden des Landkreises. Ausgenommen blieben diejenigen Stadtgemeinden, die schon lange traditionell ein eigenes Stadtarchiv unterhielten. Außerdem nahm das Kreisarchiv die Funktion des Verwaltungsarchivs des Rates des Kreises wahr. Darüber hinaus war der Kreisarchivar für das Sachgebiet Archivwesen beim Rat des Kreises verantwortlich – eine Kumulation von Funktionen, die den Auf- und Ausbau des Kreisarchivs stark belastete.

Die räumliche Unterbringung des Kreisarchivs war ein großes Problem. Nach seiner Bildung wurde es zunächst in verschiedenen Bodenräumen des Rates des Kreises untergebracht, wo jedoch bald der Platz nicht mehr ausreichte. Die Einrichtung des Archivs in der ersten Etage eines Hauses in der Eisfelder Straße bedeutete zunächst eine von der Platzkapazität ausreichende Unterbringung. Das Gebäude wurde jedoch im Laufe der Jahre immer baufälliger, so dass Ende der 80iger Jahre eine sofortige Auslagerung des Archivs erfolgen musste, da akute Einsturzgefahr bestand.

Damit begann die Odyssee des Kreisarchivs. Es wurde zunächst im nahe gelegenen Leimrieth in einen ehemaligen Kuhstall eingelagert. Eine Benutzung der Bestände war nicht mehr möglich. Großen Schaden richtete ein plötzlicher Wassereinbruch, dessen Ursache damals nicht aufgeklärt wurde, an. Das erheblich nass gewordene Archivgut wurde nicht getrocknet und entsprechend belüftet, wodurch an zahlreichen Akten ein starker Schimmelbefall verursacht wurde. Anfang 1989 erfolgte dann die Umlagerung in die so genannte „Karolinenburg“ in die Eisfelder Straße. Hier wurden die Kartons mit den Akten jedoch einfach nur in den Räumen hoch aufgestapelt und die Archivalien waren hier insbesondere durch Mäusefraß einem weiteren Verfall preisgegeben.
Mit der Wende Ende 1989 Anfang 1990 erfolgte dann die Umlagerung in das Gebäude in der Friedrich-Rückert-Str. 22. Hier erfolgte die Einlagerung der Akten in Holzregale, wodurch sich die Aufnahmekapazität jedoch bald erschöpfte.

Im September 1990 wurde mit der Leitung des Kreisarchiv eine Diplomarchivarin (FH) betraut, welche mit drei Mitarbeiterinnen mit der wissenschaftlichen Erschließung der Bestände begann.
1991 wurden dem Kreisarchiv durch das Landratsamt umfangreiche Mittel zu Verfügung gestellt, die es ermöglichten, eine moderne fahrbare Regalanlage zu installieren, womit die Magazinkapazität um mehr als das Doppelt vergrößert werden konnte. Auch wurden gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter im Kreisarchiv geschaffen.

Mit dem Gesetz zur Neugliederung der Landkreise und kreisfreien Städte in Thüringen, vom 27.08.1993 vergrößerte sich 1994 der Landkreis Hildburghausen erheblich und wurde Rechtsnachfolger des Landkreises Suhl-Land. Dies bedeutete für das Kreisarchiv die Übernahme des gesamten Kreisarchivs Suhl-Land. Außerdem mussten die Bestände der zum Landkreis hinzukommenden Gemeinden übernommen werden. Des weiteren kamen große Mengen an Patientenakten und Röntgenaufnahmen der aufgelösten Poliklinik und Landambulanzen in das Kreisarchiv. Da nun die Magazinkapazität nicht mehr ausreichte, musste zeitweise die Hilfe des Thüringischen Staatsarchivs Meiningen in Anspruch genommen werden. Dieses stellte in seinem Archivdepot in Suhl einige Räume für die Lagerung der Akten des Landkreises Suhl-Land zur Verfügung. Hier erfolgte die Verzeichnung der Unterlagen zum großen Teil durch ABM-Mitarbeiter.

Erst der Neubau des Landratsamtes, wo für das Kreisarchiv ein separates Gebäude vorgesehen wurde, änderte diese Situation grundlegend. Zu Beginn des Jahres 1998 konnte der Umzug des Kreisarchivs in dieses zweistöckige Gebäude erfolgen, dessen weitläufige Magazinräume optimal mit fahrbaren Regalanlagen ausgestattet wurden. Neben einem großzügigen Eingangsbereich, ansprechenden Benutzerraum und Büros für die Mitarbeiter und einem Fahrstuhl verfügt das Kreisarchiv über zahlreiche technische Geräte, wie einen Readerprinter, Kopierer, Großkopierer und Leuchttisch. Die Büros sowie ein zusätzlicher Arbeitsplatz für Praktikanten sind mit PC ausgestattet. Durch die Anschaffung der Software „AUGIAS“ wird nun mit Hochdruck daran gearbeitet, sämtliche Bestände entsprechend zu erfassen, um die Vorteile, insbesondere für Recherchen auch nutzen zu können.