Inventory signature

3-12-8500

Runtime

1820 - 1940

Extent

9,00 lfm

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Online-Findbuch

Content

Das Landesseminar Schleiz wurde am 2. Mai 1820 eröffnet. Ab 1848 war es dem Ministerium Gera, Abteilung für Kirchen- und Schulsachen nachgeordnet. 1859 wurde die im Oktober 1847 eingerichtete Taubstummenanstalt (Oberböhmsdorf, ab 1855 Oettersdorf) eingegliedert. Die Taubstummenanstalt und das Landesseminar unterhielten ein gemeinsames Direktorat und eine gemeinsame Kasse. Zwischen 1876 bis 1882 war eine besondere "Abteilung für Schwachsinnige und Blöde" in der Taubstummenanstalt eingerichtet. Die Anstalten wurden 1882 organisatorisch getrennt.
Nach der Vereinigung mit dem Landeslehrerseminar Gera im Jahr 1867 war das Landesseminar für das gesamte Fürstentum zuständig. Zwei Jahre später wurde eine Übungsschule mit zwei Klassen für Jungen und Mädchen eingerichtet. Die Übungsschule wurde bis 1909 auf fünf Klassen ausgebaut.
Mit der Neuordnung des Schulwesens wurde das Landesseminar 1922 in eine Deutsche Aufbauschule mit Reformgymnasium umgewandelt, die anfangs aus einer Mittelschule (8.-10. Klasse) bestand. Ab 1925 wurde eine Oberschule (11.-13. Klasse) angegliedert, wo die Hochschulreife erlangt werden konnte. Bis 1927 wurde das Seminar schrittweise geschlossen. Die Abschlussfeier fand am 6./7. April 1927 statt.

Bestandsinhalt:
Bewerbungen für das Landesseminar.- Aufnahmeprüfungen.- Anträge auf Schulgeldbefreiung und Unterstützungszahlungen.- Reifeprüfungen (Prüfungsarbeiten).- Zensurenübersichten.- Lehrpläne.- Kassen- und Rechnungsunterlagen.- Veranstaltungen.- Schulinspektionen.

Zitierempfehlung:
Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Greiz, 3-12-8500 Landesseminar Schleiz, Nr.